Buchentstehung

Dieses Buch ist unser alternativer Uniabschluss, die praktische Umsetzung unseres theoretischen Wissens und unser Beitrag für eine „bessere Welt“.
Kennengelernt haben wir Autorinnen uns 2009 bei einem Seminar zu sprachlichen Diskriminierungen an der Humboldt-Uni Berlin. Nach der Entwicklung der Idee eines Alphabetbuches entwarfen wir eine Wortliste für die Buchstaben von A-Z und texteten Sätze und Fragen. Zur illustratorischen Umsetzung konnten wir Ka Schmitz gewinnen. Mit ihr zusammen haben wir unsere Ideen aus dem theoretischen Elfenbeinturm auf das Papier gebracht und damit verständlicher und fassbarer gemacht. Zur Finanzierung der Zeichnungen haben wir den Verein machtWORTE! e.V. gegründet und Gelder mit bildungspolitischen Workshops akquiriert.

Buchstabe F im ABC-Buch machtWORTE!: Was ist drin, wenn Familie draufsteht?

Sprache verstehen wir nicht als Abbildung von Wirklichkeit, vielmehr wird Wirklichkeit durch Sprache hergestellt. Die Welt wird durch und mit Sprache gemacht, wir alle werden mit und durch Sprache geprägt und sind damit aktiv und passiv an Rollenzuschreibungen und Positionierungen beteiligt. Um die Möglichkeiten, die unserer Sprache innewohnen, konstruktiv zu nutzen, ist ein bewusster Umgang mit ihr notwendig. Um auf die Bedeutungsgebung von Worten hinzuweisen, setzen wir darum zum Beispiel Unterstriche (Gender-Gap) oder spielen mit der Groß- und Kleinschreibung. Wir, die auch von bestimmten Machtstrukturen profitieren, sind nicht außerhalb unseres Buches. Wir fühlen uns vielmehr herausgefordert, unseren Sprachgebrauch im Alltag selbstreflexiv zu hinterfragen und damit gesellschaftliche Wirklichkeit zu verändern.

Worte sind Machtworte und daher fordern wir euch alle auf: macht Worte!
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